Hand aufs Herz: Wie viel Zeit verbringst du damit, an deiner Marketingstrategie zu feilen?
Du optimierst die Funnels, schraubst am Ad-Budget und diskutierst über die Farbe der Buttons. Sobald es aber um die Sprache geht, verfällst du in den „seriösen Business-Modus“.
Gähn, Schnarch, Zzzzzzzz.
Hier ist die bittere Pille, die du schlucken musst:
Wenn deine Kommunikation so austauschbar ist wie das Leitungswasser in einer Kantine, wird dich niemand bemerken. Wenn du auf Social Media die wilde Party-Nudel gibst, auf deiner Website aber wie ein Bestattungsunternehmer aus den 90ern klingst, hast du ein massives Problem.
Kommunikation ist kein Accessoire, sie ist das Skelett
Marketing ohne Copywriting ist wie ein Ferrari ohne Motor. Sieht nett aus, bewegt sich aber keinen Millimeter. Sprache ist das Tool, mit dem du Vertrauen aufbaust, Einwände zertrümmerst und ganz wichtig, die falschen Leute aussortierst.
Lass uns das mal mit ein paar Stilmitteln unterfüttern, damit du verstehst, was ich meine:
- Die Metapher (für das Kopfkino)
Schlechte Texte sind wie eine schlaffe Pizza. Der Belag ist vielleicht okay, aber der Boden hat keinen Biss, sodass am Ende nur ein fader Beigeschmack bleibt. Möchtest du die Gourmetpizza sein, für die man Schlange steht, oder das Tiefkühlteil, das man aus Verzweiflung kauft? - Die Alliteration (für den Rhythmus)
Marketing muss mutiger werden. Wer säuselt statt zu stechen bleibt unsichtbar. - Die rhetorische Frage (für den Realitätscheck)
Glaubst du wirklich, dass „Wir bieten kundenorientierte Lösungen“ im Jahr 2026 noch irgendjemanden hinter dem Ofen hervorlockt?
Spoiler: Nein! Absolut niemanden!
Der Identitäts-Check: Wer bist du eigentlich?
Der größte Fehler in der Marketingstrategie? Inkonsistenz.
Stell dir vor, du triffst jemanden auf Tinder. Auf den Fotos: Locker, lässig, Lederjacke. Beim ersten Date taucht die Person dann im beigen Cordanzug auf und redet ausschließlich über korrekte Mülltrennung. Du würdest dich verarscht fühlen, oder?
Genau das passiert, wenn du auf Instagram den „nahbaren, frechen Experten“ spielst, deine Websitetexte aber so steif sind, dass sie beim Lesen fast knacken.
Deine Sprache ist deine digitale Visitenkarte. Wenn der Vibe nicht matcht, bricht die Customer Journey ab, bevor sie überhaupt angefangen hat.
Das Fazit lautet Update oder Untergang
Wenn du auf Social Media anders sprichst als auf deiner Website, dann betreibst du kein Multichannel-Marketing. Das ist ein Identitätskonflikt.
Ein inkonsistenter Sprachstil ist für deine Marke das Gleiche wie abgelaufene Produkte im Onlineshop: Er ist irrelevant, irreführend und verdammt unprofessionell. Es ist, als würdest du ein altes Profilbild verwenden, auf dem du noch volles Haar (oder keine Falten) hast. Wenn Kunde*innen im Gespräch merken, dass die Realität anders aussieht, ist das Vertrauen weg. Schneller, als du „Conversion-Rate“ sagen kannst.
Hör auf zu flüstern, fang an zu sprechen. Und zwar überall gleich. Entweder du bist der Punk im Business-Anzug oder der Philosoph im Hoodie. Aber entscheide dich.
Alles andere ist nur teures Rauschen im Walde.